Als nächstes ging es an das Bauen der Geschäftsfronten. Zwei davon, Flourish and Blotts sowie Quality Quidditch Supplies, hatte ich mir aus MDF lasern lassen. Ich schnitt zusätzlich Balsaholz und Schablonen zurecht, um die Eingänge und Schaufenster plastisch wirken zu lassen. Im gleichen Schritt baute ich auch Türen, Treppen und Fenster, ebenfalls aus Balsaholz und einfachem Verpackungsplastik. Das Basteln und Schneiden war kein Problem, beim Verleimen wurde es jedoch unangenehm. Zwar konnte ich bei den Gebäuden einfachen Sekundenkleber verwenden, aber wer auch immer schon einmal damit mehrere Dinge hintereinander verleimt hat, weiß, dass man früher oder später eine Schicht von dem Zeug auf der Hand oder den Fingern hat, auch wenn es einem vorher gelungen ist, letzter nicht zusammenzukleben. Kein Spaß, aber zum Glück nur ein kleiner Schritt.
Deutlich schwieriger war es tatsächlich Ollivanders zu bauen. Der hat „in Wirklichkeit“ zwei Rundtürme. Jetzt könnte man versuchen, diese zu lasern und anschließend zu brechen, allerdings dachte ich mir, dass es wohl schneller geht, einfach eine Art Gerüst aus Styrodur und Balsaholz zu bauen. Die einzelnen Bestandteile, inklusive des Spitzen Daches waren tatsächlich auch recht schnell hergestellt, problematisch wurde das Zusammenfügen. Sekundenkleber und Hartschaum vertragen sich nicht. Er ätzt sich in das Material und hinterlässt eine unschöne Oberfläche, weshalb ich einen speziellen Kleber nehmen musste, der üblicherweise für Styropor verwendet wird. Der Prozess selbst war nicht schwer, nur unheimlich zeitaufwendig, weil besagter Kleber eben nicht in Sekunden und wie sich herausstellt, auch nicht in Viertelstunden trocknet. Irgendwann war aber auch das geschafft, wobei es, gerade im Vergleich mit den anderen Gebäuden, schon etwas schief und verklebt aussieht (: Egal, wird die Farbschicht eben etwas dicker, wie früher, wenn etwas partout nicht decken wollte.
Für einen Späteren Arbeitsschritt wurden anschließend Teile des Mauerwerks herausgeschnitten, so dass die Ladenfronten ein- bzw. aufgesetzt werden konnten. Dafür hatte ich sie vorher auf die Außenwände aus HDF aufgeklebt. Neben den Ausschnitten für die Fronten musste auch jetzt schon an Kabelkanäle für die Fenster gedacht werden. Einmal eher oberflächlich (und später hoffentlich trotzdem unsichtbar), einmal, bei der Schräge, unterhalb der Mauer, was einfacher war, als es vielleicht aussieht. Styrodur ist wirklich großartig.